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Rentner

Der ( Golf ) Mensch als Rentner .

 

Ein Mensch beizeiten denkt daran, wie er als Rentner leben kann;
soll er wandern, lesen, schreiben, oder lässt er alles bleiben,
soll er Holzfiguren schnitzen, joggend durch die Gegend flitzen,
soll er malen, singen, dichten, auch den Gartenzaum errichten,
hat das alles einen Sinn, lohnt sich noch ein Neubeginn?

Ihm fällt ein, sein Nachbar Rolf, sagte neulich was von Golf
und wie man glücklich wird im Spiel, man hat dann endlich auch ein Ziel.
Wenn du dann immer übst ganz fleißig bist du schon bald auf 36.

Nun gut, denkt er, ich kann versuchen, den nächsten Schnupperkurs zu buchen.
Spaß bringt es ihm mit Trainer Cliff, der Virus hat ihn fest im Griff.
Fortan spielt er nun täglich munter und steigt im Handicap auch runter.

Schon wieder ein Turnier, oh Graus, denn heute sieht's ganz übel aus.
Das Wetter zwickt so an den Knochen, auch ist die Schulter schon seit Wochen
sehr schmerzhaft, und der Schwung ist Mist wenn man nicht gut beisammen ist!

Der Mensch, er schlägt den Ball mit Kraft, kaum hält er noch den Schlägerschaft,
der Ball fliegt links, der Ball fliegt rechts, der Mensch ist männlichen Geschlechts,
darunter leiden oft die Frauen, die müssen nach den Bällen schauen.
Der Mensch geht unter lautem Fluchen zum Wald, um seinen Ball zu suchen.

Der Ball liegt nun im tiefen Gras, er überlegt, da war doch was ?
Wie halte ich den Schläger jetzt, dass er durch diese Halme fetzt?
Er steht ganz schlecht im hohen Rough, holt aus, zieht durch und ist ganz baff.
Der Ball, er fliegt zum Wasser hin, trifft auf, springt hoch, schon ist er drin.
Der Mensch, er denkt, verflixte Schose, auch dieser Ball ging in die Hose!

Nun steht er da, der Ball ist weg, sucht nach Ersatz in seinem Bag.
Das letzte Loch, oh Gott sei Dank, die Nerven liegen langsam blank;
doch sei's geklagt, da sieht er Sand, ein Bunker stört am linken Rand.
Es folgt ein Schlag, ein Zischen nur, der Ball liegt tief in einer Spur
des nicht geharkten Bunkersandes gleich unterhalb des Rasenrandes.

Der Mensch, der jetzt im Bunker steht, die Haare leicht vom Wind verweht,
fragt sich genervt, wie schlag ich ihn, den Ball ins Loch, gleich übers Grün?
Der letzte Schlag, er ist erschöpft, nun hat er noch den Ball geköpft,
er nimmt ihn auf, das Spiel ist aus, der Mensch, er will nur schnell nach Haus.

Im Clubhaus warten sie mit Spott, du spieltest heute nicht sehr flott.
Wie lange warst du auf der Runde, wir warten hier seit einer Stunde!
Der Mensch haucht nur ganz flink: Ich möcht jetzt endlich einen Drink!

 

© unbekannter Autor. Ich habe das Gedicht vom Vorbesitzer dieser Webseite, Peter Wiegand, übernommen. Ich würde mich freuen, wenn sich der Urheber dieser schönen Zeilen mal bei mir melden würde, ob er mit der Wiedergabe einverstanden ist.

 

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